Sportmärchen
Unter dem Gattungsbegriff «Sportmärchen» hat der österreich-ungarische Schriftsteller Ödön von Horváth (1901-1938) eine Reihe früher pointierter Kurzprosastücke zusammengefasst, in denen er von Faust- und Ringkämpfern, Leichtathleten, Bergsteigern, Fallschirmspringern, Skifahrern und einem fussballbegeisterten Buben erzählt.
Typisch für diese «Sportmärchen» ist ihre dialogische Form, die den künftigen Dramatiker ankündigt. Horváth hat sie in der Manier lockerer Fingerübungen zu heiteren, grotesk-komischen, mitunter makaber angehauchten Lehr-Szenen und Mini-Dramen ausgestaltet.
Für den Schauspieler und Regisseur Matthias Peter – Leiter der Kellerbühne von 2004 bis 2026 – bilden sie ein gefundenes Fressen. Er hat sie für sein neues «Mobiles Text-Theater» nach dramaturgischen Aspekten geordnet und zu einer kurzweiligen Text-Revue zusammengestellt. Der Flötist Daniel Pfister und der Gitarrist Christian Bissig illustrieren und konterkarieren die Geschichten musikalisch.
Die Vorstellungen werden mit einer Kollekte durchgeführt (Richtpreis CHF 20.–).
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