Rockstar Matthias
Regisseur Christoph Rahm und Titelheld Matthias Noser lernten sich in den 1990er-Jahren in der psychiatrischen Klinik Königsfelden kennen – angehender Pfleger der eine, Patient mit Schizophrenie-Diagnose der andere. Als Rahm 1999 seine Diplomarbeit über Schizophrenie schrieb, war Noser einer seiner Patient:innen. In einem Gesprächsausschnitt von damals hört man ihn zu Beginn von "Rockstar Matthias" selbstironisch kommentieren: "Man ist ja nicht wegen eines Hustens hier." Der Regisseur erzählt, wie Noser ihm schon zu jener Zeit Fotografien zur Verfügung gestellt habe, die er als gelernter Reprofotograf über all die Jahre realisiert hatte. Kurz danach hörte Rahm in der Psychiatrie auf, wurde Dokumentarfilmer und verlor seinen einstigen Patienten aus den Augen. Der Untertitel von "Rockstar Matthias" – "Kunst, Freundschaft, Schizophrenie" – bringt präzise auf den Punkt, was dieses schillernde Porträt eines kaum fassbaren Mannes auszeichnet, von dem seine Schwester, die Aargauer Künstlerin Pat Noser, einmal sagt: "Berühmte Leute, die auch einen Flick weghaben, werden angehimmelt. Bei jemand, der gar nicht berühmt ist, sagt man hingegen nur: Der spinnt einfach." Das Kino Cameo schreibt: "Ein inspirierender Dokumentarfilm über Kreativität, Freundschaft und darüber, wie ein vorbelasteter Mensch sein Leben meistert – tiefgründig und humorvoll!"
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