Gabriela Löffel. Grammatik der Lücken
Die Einzelausstellung von Gabriela Löffel (*1972) in der Kunsthalle richtet den Blick darauf, wie politische und wirtschaftliche Macht durch Sprache, Räume und Infrastrukturen wirkt. Ausgangspunkt ihrer Videoarbeiten sind langjährige Recherchen an schwer zugänglichen Orten wie militärischen Trainingsgeländen, internationalen Finanzkongressen, Filmstudios oder Gerichts-
und Verhandlungsräumen. Dabei interessiert sie weniger die unmittelbare Enthüllung als die Frage, wie Wirklichkeiten hergestellt und vermittelt werden: Wer spricht? Was bleibt hörbar oder unsichtbar? Welche Rolle spielen Inszenierung, Übersetzung und Architektur? Stimmen, Pausen und Störgeräusche werden dabei ebenso wichtig wie die Bilder. So entstehen vielschichtige Installationen, die komplexe Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar machen.
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