Anders anders – Was uns verbindet
Was, wenn das Schweizerischste an der Schweiz nicht das Jodeln ist, nicht das Schwingfest, nicht einmal die Landsgemeinde, sondern jenes leise Gefühl, doch nicht ganz dazuzugehören? Regisseurin Hao Hohl begibt sich auf eine filmische Reise zu Sprache, Herkunft, Identität und der Suche nach Zugehörigkeit. Die Menschen, die sie begleitet, bewegen sich zwischen Dialekten, Kulturen und Traditionen. Manche haben ihre Heimat verloren, andere tragen ein schweres Familienerbe, wieder andere fühlen sich fremd im eigenen Land. Gemeinsam ist ihnen eine leise Rastlosigkeit – ein Gefühl, das wohl alle kennen, die sich im Leben schon einmal nicht ganz zugehörig gefühlt haben. Der Schriftsteller Pedro Lenz erinnert sich mit feinem Humor an seine Kindheit zwischen Dialekten. Der Komponist Charles Uzor, als Kind aus Nigeria in die Schweiz gekommen, macht seine Sehnsucht nach Heimat spürbar. Kendra Alder, Erbin einer traditionsreichen Urnäscher Musikerfamilie, ringt mit Erwartungen, die kaum zu erfüllen sind. Veronika Matiashenko, aus dem Krieg in der Ukraine geflohen, formt mit Kettensäge und Meissel buchstäblich ein neues Fundament. Roland Inauen, einst Landammann von Appenzell, reflektiert über Sprachgrenzen und Tradition, während Toni und Theres Durrer aus Nidwalden, ebenso wie Hao selbst, das Gefühl des Dazwischen teilen.
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