Szenischer Spaziergang mit der Fabrikarbeiterin Rosina

Szenischer Spaziergang mit der Fabrikarbeiterin Rosina
Neuthal, Anno dazumal. Wasser bedeutet Arbeit. Arbeit bedeutet Überleben. Fabrikarbeiterin Rosina erzählt schicksalhafte Geschichten vom Leben und Alltag, die einst in der Fabrik schufteten.

Neuthal, Anno dazumal. Wasser bedeutet Arbeit. Arbeit bedeutet Überleben. Fabrikarbeiterin Rosina erzählt schicksalhafte Geschichten vom Leben und Alltag der Familien, die einst in der Fabrik im Neuthal schufteten.

«Stellen Sie sich vor, es ist das Jahr 1890. Wir stehen hier in einer Zeit, in der das Wort ‚Feierabend‘ ein Fremdwort ist. Für die Familien in den Mietskasernen der Industriestädte war das Leben ein täglicher Kampf gegen den Hunger und die Obdachlosigkeit. 

‚Keine Arbeit‘ bedeutete 1890 schlichtweg ‚kein Brot‘. Es gab keine Arbeitslosenversicherung, wie wir sie heute kennen. Wer entlassen wurde – sei es durch Krankheit, Unfall oder wirtschaftliche Krisen –, landete sofort auf der Strasse. Viele Familien mussten sich ihre Betten mit sogenannten ‚Schlafgängern‘ teilen – fremden Arbeitern, die tagsüber in den Betten schliefen, während die Familie darin nachts schlief, nur um die Miete für die winzige Wohnung irgendwie aufzubringen. 

In dieser Not mussten oft schon Kinder ab 5 oder 6 Jahren mithelfen. Sie arbeiteten in dunklen Fabrikhallen oder krochen in enge Maschinenteile, um Fäden zu flicken. Ihr kleiner Lohn war oft der einzige Grund, warum die Familie an diesem Tag überhaupt etwas zu essen hatte.»

Szenischer Spaziergang mit Claudia Frei
Claudia Frei ist Projektleiterin von historischen Theatern, Führungen, und Schauspielerin

Anmeldung für den szenischen Spaziergang erforderlich

  • Durchführungszeit/en
  • Keine Durchführung

Adresse

Museum Neuthal Textil- & Industriekultur
Im Neuthal 6
8344 Bäretswil
Schweiz

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Datum
17. Mai 2026