Internationaler Zugvogeltag 2026
Der Zug nach Süden
Die derzeitige Wetterlage und Temperaturen lassen uns Menschen noch nicht an den Winter denken.
Für viele Vogelarten ist dagegen die Sommersaison vorbei. Da sie in unseren Breiten nicht mehr genügend Futter finden, ziehen sie in den Mittelmeerraum oder nach Afrika. Mit dem dort beginnenden Frühling und Sommer finden sie die Nahrungsquellen, die bei uns fehlen.
Treibstoff der Vögel ist das Fett, das sie unter der Haut tragen. Zugvögel müssen sich deshalb vor und während dem grossen Zug eigentliche Fettdepots anfressen. Sie sind deshalb auf Rastplätze angewiesen, wo sie Energie auftanken können, um die nächste Etappe unter die Flügel zu nehmen. Vogelarten, welche Wasser und Feuchtgebiete als Lebensraum haben, nutzen dabei den Bodenseeraum gerne als Rastplatz. Wegen dem derzeitigen niedrigen Wasserstand des Sees sind grosse Teile des Bodenseeufers eine Wattlandschaft. Muscheln und Kleinstlebewesen im Schlick sind ein gefundenes Fressen für Wasservögel und Limikolen. Wie wichtig und gesucht solche Rast- und Futterplätze sind, zeigt sich zurzeit am Ufer in der Region Arbon. Auf den grossen Schlickflächen kann man zurzeit eine aussergewöhnliche grosse Anzahl von Limikolenarten und Individuen sehen. Darunter Durchzügler, die in den letzten Jahrzehnten selten oder noch nie am Bodensee beobachtet wurden.
Aus Anlass des europäischen Zugvogeltages unterhält der NVS-Meise Arbon am 03. Oktober 2026 (bei regnerischem Wetter und/oder starkem Wind fällt der Anlass aus) von 10 Uhr bis 16 Uhr am Ufer der Arboner-Steinacher Bucht einen Beobachtungsstand, an dem die rastenden Vögel beobachtet werden können und Fakten zum Vogelzug von Fachleuten erklärt werden.
Infos zur Durchführung ab Freitag, 02.10.26 auf www.meisearbon.ch
- Durchführungszeit/en
- Keine Durchführung
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