Fani – ein Dienstmädchenleben

Fani – ein Dienstmädchenleben
Fani – ein Dienstmädchenleben
Was erlebte die Widnauerin im Davoser Nazi-Sanatorium?

Lesung mit Bildern – mit Jolanda Spirig.

Wie lebte die Widnauer Hausangestellte «Fani» (1916-1993) in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts? Die älteste Tochter einer Kleinbauernfamilie verliess mit 15 die Schule, um ihre Eltern zu unterstützen.

Sie arbeitete in Privat- und Geschäftshaushalten, bei einem Kaplan in Altstätten, im St. Galler Lindenhof, in der Zürcher Klinik Paracelsus, im Töchterinstitut Theodosia in Champfèr, im Hotel Silvretta in Klosters und 1944 im Davoser Nazi-Sanatorium Esplanade, wo sie ganz besondere Erfahrungen machte. Zwischendurch lebte sie krankheitshalber bei ihrer Familie im Rheintal.

Auch sie schlief mit einem gepackten Rucksack neben dem Bett, als 1940 mit dem Einmarsch deutscher Truppen gerechnet wurde. «Fani» konnte so eindrücklich von ihrem Alltag erzählen, dass Jolanda Spirig beschloss, die Erlebnisse niederzuschreiben. Das Buch erschien 1995 und ist breit besprochen worden.

«Entstanden ist das beeindruckende Zeitzeugnis einer Frau, die trotz schwierigster Lebens- und Arbeitsbedingungen weder ihren Mut verlor noch ihre Freude an etwas unerwartet Schönem: Und wenn es nur ein spendierter Café mélange oder eine frische Schaumrolle war», schrieb der Tages-Anzeiger im Februar 1996. Bilder und Erzählungen ergänzen die Lesung.

​Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein kleiner Apéro statt.

  • Durchführungszeit/en
  • Keine Durchführung

Adresse

Museum Prestegg
Rabengasse 3
9450 Altstätten
Schweiz

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Datum
4. Juni 2026