Das gesamte Orgelwerk von J. S. Bach – Teil 8

Das gesamte Orgelwerk von J. S. Bach – Teil 8
Das gesamte Orgelwerk von J. S. Bach – Teil 8
Verena Förster interpretiert Bachs Orgelwerke in einer Konzertreihe mit Chorälen und liturgischer Ausrichtung.

Johann Sebastian Bachs Orgelwerk umfasst ungefähr 240 Stücke, die die Organistin Verena Förster 2024 begonnen hat, auf neun Jahre verteilt in der Kirche St. Mangen in St. Gallen aufzuführen. Die dortige, 1988 von der Orgelbaufirma Felsberg erbaute Orgel ist im norddeutschen Barockstil konzipiert – einem Stil, den Bach selbst gut kannte und schätzte. Den weitaus grössten Teil von Bachs Orgelschaffen bilden Choralbearbeitungen, die im Gottesdienst als Choralvorspiele, die den anschliessenden Gemeindegesang einleiteten, erklangen. Diese Stücke werden teilweise mit von verschiedenen Vokalensembles gesungenen Chorälen Bachs und teilweise mit vom Publikum mitgesungenen Kirchenliedern verknüpft. Die Anordnung der Choralbearbeitungen orientiert sich am Verlauf des Kirchenjahres. Die «freien» Werke (Präludien, Fugen etc.) erklingen gemäss ihrer liturgischen Tradition als Eingangs-, Zwischen- und Ausgangsspiele. Die ersten sieben Konzerte sind Bachs Frühwerk gewidmet. Hier lässt sich einerseits erkennen, mit welchen Vorbildern sich der junge Komponist beschäftigte, und andererseits, wie er experimentierte und beispielsweise versuchte, den Inhalt jeder Textzeile eines Kirchenliedes in Tönen auszudrücken. In allen diesen sehr ausdrucksstarken Werken schimmert bereits unverkennbar Bachs spätere Klangsprache durch.

Nachdem die bisherigen Konzerte Bachs Frühwerk gewidmet waren, sind die nun folgenden für die Werke aus seiner Weimarer Schaffensperiode vorgesehen. In dieser Zeit ist in Bachs Kompositionen eine Hinwendung zu größerer motivischer Einheitlichkeit, komplexerer Polyphonie und umfangreicheren Formen erkennbar. Im Zentrum stehen zunächst einzeln überlieferte Choralbearbeitungen sowie die sogenannten „Achtzehn Choräle“, umrahmt und ergänzt durch großenteils bekanntere freie Werke.

Das achte Konzert bringt u.a. sechs Choralbearbeitungen über „Allein Gott in der
Höh sei Ehr“ zu Gehör, Präludium und Fuge in G-Dur, BWV 541 bilden einen fröhlich-virtuosen Rahmen um das Programm.

Die Choralbearbeitungen werden teilweise mit Chorälen Bachs verknüpft, die vom Ensemble Fuaim unter der Leitung von Alexandra Schmid gesungen werden, und teilweise wird das Publikum eingeladen, die Melodien mitzusingen.

Der Eintritt ist frei, es wird herzlich um eine Kollekte gebeten.

Verena Förster studierte Orgel bei Karl Maureen am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg. Es folgte ein Aufbaustudium für Orgel und Cembalo bei Jean-Claude Zehnder an der Schola Cantorum Basiliensis. Seit 2002 ist sie Organistin in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde St. Gallen Centrum und Dozentin für Orgel und Musiktheorie an der evangelischen Kirchenmusikschule St. Gallen (ekms). Sie hält Kurse, Vorträge und Workshops zu den verschiedensten musikalischen Themen, konzertiert in verschiedenen Ländern Europas und spielte 6 CDs ein.

  • Durchführungszeit/en
  • Keine Durchführung

Adresse

Kirche St. Mangen
Kirchgasse 17
9000 St. Gallen
Schweiz

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Datum
22. August 2026