Audiovisuelle Performances
Cross the humidity threshold
Performance von Neyen Pailamilla
20 Uhr
Dauer ca. 20 min
Ausgehend vom Mapuche-Verständnis, eines indigenen Volkes von Chile und Argentinien, in dem alles Leben als Teil eines gemeinsamen, verbundenen Gewebes verstanden wird – eröffnet diese Performance eine erste Begegnung mit dem Wasserfall und der Landschaft, die diese Zusammenkunft trägt. In einer Begrüssung auf Mapudungun wendet sich die Künstler:in direkt an den Wasserfall, stellt sich vor und bittet um Erlaubnis, diesen Ort zu betreten. Der Wasserfall wird dabei als lebendiges Gegenüber verstanden, zu dem eine Beziehung von Respekt und gegenseitiger Anerkennung möglich ist.
Die Performance verbindet Stimme, metallische Klänge und eine atmosphärische Klanglandschaft, die das Geschehen begleiten. Ein fuchsiafarbenes Kostüm erinnert an die Chillko, eine Pflanze, die nahe am Wasser wächst. Textile Elemente entfalten sich über dem Wasserfall und erweitern die Geste der Begrüssung in die Landschaft hinein.
Als eröffnendes Ritual lädt die Performance dazu ein, den Ort bewusst wahrzunehmen, ihm zuzuhören und ihn als gastgebendes Territorium anzuerkennen.
meandering
In Ko-Kreation mit der Mülenen- und Taubenlochschlucht
Soundperformance: Flurina Mia Häberli
Visuals: Neyen Pailamilla
21 Uhr
Dauer ca. 40min
Im Anschluss an Neyen Pailamillas eröffnende Performance – die den Wasserfall in Mapudungun begrüsst und ihn als lebendiges Wesen anerkennt – setzt meandering die Begegnung mit dem Territorium fort. Beide Arbeiten laden dazu ein, der Landschaft nicht als Kulisse, sondern als Gegenüber zu begegnen – aufmerksam, respektvoll und in Beziehung.
meandering ist eine audiovisuelle Performance, die mit zwei Schweizer Schluchten in Dialog tritt: der Taubenlochschlucht in Biel und der Mülenenschlucht. Flurina Mia Häberli entwickelt eine ortsspezifische Arbeit für die Mülenenschlucht.
Live erzeugte und vorproduzierte Klanglandschaften verweben sich mit dem Rauschen des Wassers. synthetischen Frequenzen und natürlichen Klänge und verschmelzen zu einer Atmosphäre, die sich als temporäre Resonanz mit der Landschaft versteht.
Die visuellen Elemente von Neyen Pailamilla erweitern diesen Dialog: Projektionen von Körpern, die sich durch Wasser bewegen, legen sich auf die Wasseroberfläche der Schlucht und verbinden menschliche Bewegung mit den Strömungen des Ortes.
- Durchführungszeit/en
- Keine Durchführung
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