Andreas Härter: Literatur und Leere - eine Spurensuche

Andreas Härter: Literatur und Leere - eine Spurensuche
Andreas Härter: Literatur und Leere - eine Spurensuche
Literaturwissenschaftlicher Vortrag: Leere in der Literatur.

Literatur ist fortwährend damit beschäftigt, Räume zu erschaffen, sie mit Konturen auszustatten und mit Figuren zu beleben. Schauplätze, Tat-, Begegnungs- und Ereignisorte – ohne Raum gibt es kein Erzählen.

Erzählte Räume sind meist vielgestaltig und belebt, manchmal einsam und karg, aber nie ganz leer. Und doch: Leere ist der Literatur alles andere als fremd; sie gehört zu ihr, sei es in öden Landschaften, verlassenen Orten, Nichtigkeits- und Verlusterfahrungen, Aussparungen oder Schweigelücken.

Wo und wie erscheint Leere inmitten erzählter Welten? Wie wird sie sichtbar gemacht, wie erzählt, wie reflektiert? Und was, wenn in der Leere gar nichts ist? Auch nicht die Literatur, die von ihr redet?

Der Vortrag unternimmt eine Spurensuche im weiten Feld, u.a. bei Büchner, Kafka, Beckett, Elmiger.

Prof. em. Dr. Andreas Härter (*1958) ist Germanist und war langjähriger Dozent und Titularprofessor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität St. Gallen.

Er studierte an der Universität Zürich Germanistik und Philosophie. 1989 wurde er als Ständiger Dozent für Deutsche Sprache und Literatur an die Universität St. Gallen gewählt; 1998 habilitierte er sich. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören Literaturtheorie, Rhetorik und Poetik, 18. und frühes 19. Jahrhundert, Franz Kafka. Aktuell beschäftigt er sich mit Raumtheorie und der Kulturgeschichte des leeren Raumes.

Der Vortrag findet passend zum Thema im Museum of Emptiness statt.

  • Durchführungszeit/en
  • Keine Durchführung

Adresse

Improtheater im MoE Museum of Emptiness, Haldenstrasse 5, 9000 St. Gallen, CH
Haldenstrasse 5
9000 St. Gallen
Schweiz

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Datum
Donnerstag 26. November 2026